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Programm Juli 2009
Vorschau
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Eintrittspreise: Fr. - Mi.: 6 €, Do.: 3 €
 
 

02.07. – 08.07. um 18.00 Uhr:
Bergtour / Fokus Schweiz
Der Berg
BRD / Schweiz 1990 - 97 Minuten - R: Markus Imhoof, nach dem Roman von Thomas Hürlimann - K: Lukas Strebel - M: Nicola Piovani – mit Susanne Lothar, Mathias Gnädinger, Peter Simonischek, Agnes Fink, Jürgen Cziesla
Winter in einer von der Außenwelt abgeschnittenen, auf einem einsamen Gipfel gelegenen Wetterstation: zwischen zwei Männern und einer Frau entspinnt sich ein Drama. Besitzansprüche werden geltend gemacht und münden in einen Kampf um Leben und Tod. Wir zeigen den 1991 auf der Berlinale uraufgeführten Film aus Anlass unseres Schweiz-Schwerpunktes im Juli und der Ausstellung von Christoph Meyer. Am Sonntag (5. Juli) wird Regisseur Markus Imhoof („Das Boot ist voll“) bei uns zu Gast sein und für Fragen zur Verfügung stehen.

02.07. – 08.07. um 20.00 Uhr: 
Der letzte Applaus
(EL ÚLTIMO APLAUSO)
Deutschland / Argentinien / Japan 2008 - 90 Minuten - 35mm - Dokumentarfilm – OmU - R: German Kral - K: Ricardo de Angelis, Sorin Dragoi
„Der letzte Applaus“ ist ein spannender Film über den Tango und die Menschen, die ihn leben. Regisseur German Kral hat zwischen 1999 und 2006 immer wieder in der legendären Bar “El Chino“ am Stadtrand von Buenos Aires gedreht und registriert, wie aus einem authentischen Ort nach dem Tod des Betreibers langsam die gute Energie entschwindet. „Geradezu überwältigen will einen die Unmittelbarkeit dieses Musizierens, das keinen Konzertsaal braucht, nicht einmal ein Mikrophon. Kral kommt den Musikern sehr nahe, ohne dabei jemals aufdringlich zu wirken oder dem Sentimentalen und Rührseligem Raum zu geben. Er beobachtet und zeichnet dabei einen kulturellen Umbruch auf.“ (Alexandra Seitz, Berliner Zeitung 20.05.09)

02.07. – 08.07. um 22.00 Uhr:
Mitternachtscomics
Watchmen - Die Wächter
(WATCHMEN)
USA / Kanada / Großbritannien 2009 - 163 Minuten - 35mm - OV - R: Zack Snyder, nach Comics von Alan Moore und Dave Gibbons - K: Larry Fong - M: Tyler Bates – mit Malin Akerman, Billy Crudup, Carla Gugino, Matthew Goode, Jackie Earle Haley, Stephen McHattie
Eine Gruppe maskierter Helden, die in den 1940er Jahren schon einmal die Welt gerettet hat, wird kurz vor einer atomaren Weltkriegskatastrophe wieder aus der Reserve geholt. „Dem Film gelingt es, die Faszination an dem originellen und erstaunlich komplexen Comic-Stoff auf der Leinwand zu erhalten. In Rückblenden stellt er die Figuren vor und lässt einen seiner Helden über das Wesen der Menschheit sinnieren.
Der amerikanische Filmemacher beschleunigt das Erzähltempo, friert die Bilder dann plötzlich ein - und führt dem Zuschauer jedes Detail vor. Erneut bringt Zack Snyder das Kunststück fertig, einem Hollywood-Produkt mit glänzenden Bildkompositionen und einem packenden Plot seine eigene Handschrift aufzudrücken.“ (Wolf von Dewitz, Der Tagesspiegel, 27.02.09)


09.07. – 15.07. um 18.00 Uhr:
Der letzte Applaus
(EL ÚLTIMO APLAUSO)
Deutschland / Argentinien / Japan 2008 - 90 Minuten - 35mm - Dokumentarfilm – OmU - R: German Kral - K: Ricardo de Angelis, Sorin Dragoi
„Der letzte Applaus“ ist ein spannender Film über den Tango und die Menschen, die ihn leben. Regisseur German Kral hat zwischen 1999 und 2006 immer wieder in der legendären Bar “El Chino“ am Stadtrand von Buenos Aires gedreht und registriert, wie aus einem authentischen Ort nach dem Tod des Betreibers langsam die gute Energie entschwindet. „Geradezu überwältigen will einen die Unmittelbarkeit dieses Musizierens, das keinen Konzertsaal braucht, nicht einmal ein Mikrophon. Kral kommt den Musikern sehr nahe, ohne dabei jemals aufdringlich zu wirken oder dem Sentimentalen und Rührseligem Raum zu geben. Er beobachtet und zeichnet dabei einen kulturellen Umbruch auf.“ (Alexandra Seitz, Berliner Zeitung 20.05.09)

 

09.07. – 15.07. um 20.00 Uhr:
So viele Jahre liebe ich dich
(IL Y A LONGTEMPS QUE JE T'AIME)
Frankreich 2007 - 117 Minuten - 35mm - OmU - R: Philippe Claudel - K: Jérôme Alméras - M: Jean-Louis Aubert – mit Kristin Scott Thomas, Elsa Zylberstein, Serge Hazanavicius, Laurent Grévill
„Eine Frau, die wegen Mordes an ihrem kleinen Sohn eine lange Haftstrafe verbüßte, wird aus dem Gefängnis entlassen und findet Unterkunft bei der Familie ihrer jüngeren Schwester. Diese hatte auf Druck ihrer Eltern den Kontakt zu der Älteren im Gefängnis abgebrochen; nun versucht sie, wieder eine Nähe aufzubauen. Das großartig gespielte, psychologisch dichte Schauspielerdrama zwingt den Zuschauer in einen Konflikt zwischen Empathie mit der Protagonistin, die die Erzählhaltung des Films dominiert, und der Antipathie, die man instinktiv gegen ihre Tat hegt. Er fordert damit heraus, eigene Vorurteile und den Umgang mit Schuld und Vergebung zu überdenken. Ein meisterliches Spielfilmdebüt. – Sehenswert!“ (film-dienst)


09.07. – 15.07. um 22.00 Uhr:
Mitternachtscomics
From Hell
(FROM HELL)
USA 2001 - 122 Minuten - 35mm – DF - R: Allen und Albert Hughes, nach dem Comic von Eddie Campbell und Alan Moore - K: Peter Deming - M: Trevor Jones – mit Johnny Depp, Heather Graham, Ian Holm, Ian Richardson, Jason Flemyng
Die innovativen, ab 1989 publizierten „From Hell“-Comics von Alan Moore (Text) und Eddie Campbell (Bild) entwerfen in konsequentem Schwarzweiß ein düsteres Bild vom London des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Ein in der Presse bald als „Jack the Ripper“ bezeichneter Serienmörder treibt sein Unwesen, die polizeilichen Ermittlungen offenbaren eine durch und durch verkommene Gesellschaft. Der Film wird seiner Vorlage durch die gelungene Mischung von grafischen Momenten einerseits und andererseits ausgesprochen filmischen Lösungen unbedingt gerecht, entwickelt dabei eine eigenständige Qualität.


16.07. – 22.07. um 19.00 Uhr:
Amerikas geheimer Krieg in Laos - Die größte Militäroperation der CIA
Deutschland 2007 - 77 Minuten - Dokumentarfilm - OmU - R: Marc Eberle - K: Richard Ladkani - M: Nils Kacirek
„Dokumentarfilm über eine US-Militäroffensive in Laos, die während des Vietnam-Kriegs das Ziel verfolgte, eine wichtige Versorgungsader des Vietcongs zu vernichten. Akribisch recherchiert, wird die Geschichte eines Kriegs rekonstruiert, der als solcher nie erklärt wurde, dessen Spuren in Laos aber noch 30 Jahre später sichtbar sind. Aus Archivmaterial, Sequenzen um zwei Reisen durch das aktuelle Laos an der Seite eines Journalisten bzw. eines einheimischen Führers komponiert, ergibt sich, auch aus dem kenntnisreichen Off-Kommentar, komplexes, vielschichtiges Bild. Sehenswert!“ (Lexikon des internationalen Films)


16.07. – 22.07. um 20.30 Uhr:
Hände hoch oder ich schieße
DDR 1966 / D 2009 - 79 Minuten - 35mm - R: Hans-Joachim Kasprzik - B: Rudi Strahl - K: Lothar Gerber - M: Günter Hauk - mit Rolf Herricht, Evelyn Cron, Zdenek Stepanek, Gerd Ehlers, Axel Triebel, Herbert Köfer, Gerd E. Schäfer, Eberhard Cohrs, Agnes Kraus, Hans-Joachim Preil
Auf dem 11. Plenum des ZK der SED im Dezember 1965 wurde ein harter kulturpolitischer Kurs ausgerufen. Fast die gesamte DEFA-Jahresproduktion fiel dem Verbot anheim. Neben Meisterwerken wie „Jahrgang 45“ von Jürgen Böttcher oder „Spur der Steine“ von Frank Beier geriet auch die vorliegende Komödie in die Schusslinie. „Hände hoch oder ich schieße“ ist der letzte Verbotsfilm der DDR, der nun doch noch das Licht der Leinwand erblickt. Die Geschichte des depressiven Volkspolizisten Holms (!), der sich nach Verbrechen in seiner verträumten Heimatstadt Wolkenheim sehnt und deshalb selbst ein solches inszeniert, passte einfach nicht mehr in die Tagespolitik. Heute erweist sich der Film als amüsante Kuriosität mit Starbesetzung.


16.07. – 22.07. um 22.00 Uhr:
Mitternachtscomics
The Spirit
(THE SPIRIT)
USA 2008 - 108 Minuten - 35mm – OmU - R: Frank Miller, nach den Comics von Will Eisner - K: Bill Pope - M: David Newman – mit Gabriel Macht, Eva Mendes, Sarah Paulson, Dan Lauria, Paz Vega, Scarlett Johansson, Samuel L. Jackson
In Central City ringen die Mächte des Bösen und Guten unentwegt miteinander. Als sich die Situation zuspitzt, ersteht der ermordete Polizist Colt von den Toten auf und mischt sich auf der Seite der Verbrechensbekämpfer in den Kampf ein. „Spirit“ wurde 1940 in New York vom Zeichner Will Eisner erschaffen und avancierte bald zum Hit an den Zeitungskiosken. Die Verfilmung greift die Ästhetik der 40er Jahre auf und entwickelt sie zum postmodernen Spaß. „In der Reduktion auf das Wesentliche, im Spiel mit den Extremen liegt die Stärke und Schönheit des Films. Jede Einstellung des Films kann man sich als gerahmtes Bild in einer Pop-Art-Galerie vorstellen. Miller hat eine von kompromisslosen Stilwillen geprägte Huldigung an die Wurzeln der amerikanischen Comickultur geschaffen.“ (Jörg Buttgereit, TIP 04/09)

 

23.07. – 29.07. um 18.00 Uhr:
Hände hoch oder ich schieße
DDR 1966 / D 2009 - 79 Minuten - 35mm - R: Hans-Joachim Kasprzik - B: Rudi Strahl - K: Lothar Gerber - M: Günter Hauk - mit Rolf Herricht, Evelyn Cron, Zdenek Stepanek, Gerd Ehlers, Axel Triebel, Herbert Köfer, Gerd E. Schäfer, Eberhard Cohrs, Agnes Kraus, Hans-Joachim Preil
Auf dem 11. Plenum des ZK der SED im Dezember 1965 wurde ein harter kulturpolitischer Kurs ausgerufen. Fast die gesamte DEFA-Jahresproduktion fiel dem Verbot anheim. Neben Meisterwerken wie „Jahrgang 45“ von Jürgen Böttcher oder „Spur der Steine“ von Frank Beier geriet auch die vorliegende Komödie in die Schusslinie. „Hände hoch oder ich schieße“ ist der letzte Verbotsfilm der DDR, der nun doch noch das Licht der Leinwand erblickt. Die Geschichte des depressiven Volkspolizisten Holms (!), der sich nach Verbrechen in seiner verträumten Heimatstadt Wolkenheim sehnt und deshalb selbst ein solches inszeniert, passte einfach nicht mehr in die Tagespolitik. Heute erweist sich der Film als amüsante Kuriosität mit Starbesetzung.

23.07. – 29.07. um 20.00 Uhr: 
Bergtour / Fokus Schweiz – Erstaufführung
Bergauf, bergab
Schweiz 2008 - 101 Minuten - 35mm – Dokumentarfilm - R/K/P: Hans Haldimann - M: Pascal Schaer
Die Bergbauernfamilie Kempf im Urner Schächental lebt auf drei Höfen in verschiedenen Höhenlagen. Zehnmal im Jahr ziehen sie mit ihrem Vieh um, im Frühling bergwärts, im Herbst talwärts – und im Winter wieder in die Höhe, auf ihren Hof Pfaffen auf 1725 Metern Höhe, um dort das Vieh mit dem Heu zu füttern, das sie während des Sommers an den steilen Hängen geerntet haben. Der Film ist ein nahes Portrait der Familie, zu der auch die Grosseltern und eine Schwester des Bauern gehören. Im Lauf des Jahres kommen Autor und Familie sich näher, und hinter der archaischen Lebensweise werden auch die Probleme der Neuzeit sichtbar, von denen sich die Bauern aber nicht unterkriegen lassen. Wir zeigen den Film aus Anlass unseres Schweiz-Schwerpunktes im Juli und der Ausstellung von Christoph Meyer. Am Sonntag (26. Juli) wird Regisseur Hans Haldimann bei uns zu Gast sein und für Fragen zur Verfügung stehen.

 

23./24.07. um 22.00 Uhr:
Lambert’s Personal Best zum 65.!
Du Elvis, ich Monroe
BRD 1989 - 70 Minuten - R/K/P: Lothar Lambert - K: Albert Kittler - Baduri, Nilgün Taifun, Suzanne Gautier, Erika Rabau, Lothar Lambert, Dagmar Beiersdorf
Am 24. Juli wird Lothar Lambert 65 Jahre alt! Aus diesem Anlass wird in der Brotfabrik gefeiert, der Meister selbst stellte seine persönliche Hitliste auf und kommentierte seine Filme. „Du Elvis, ich Monroe“ läuft, „...weil meine ausländisch-stämmigen Freunde Nilgün und Baduri hier zum ersten Mal gemeinsam zu Hauptdarsteller-Hochformat aufliefen. Und weil mein Kreuzberg – wir drehten im Hinterhof-Schneideraum und draußen vor der Tür rund um den U-Bahnhof Schlesisches Tor – längst nostalgieumflorte Geschichte ist.“ (LoLa) Als Vorfilm läuft in Uraufführung: Hilka will noch von Lothar Lambert (2008, 13 Minuten). „Hier präsentiert sich meine aktuelle ‚Lieblingsaktrice’ beim Kräftemessen mit ihrem Regisseur als unerschrockene Selbstdarstellerin.“ Siehe auch: www.lotharlambert.com

 

25.07. – 27.07. um 22.00 Uhr:
Lambert’s Personal Best zum 65.!
1 Berlin-Harlem
BRD 1974 - 100 Minuten - 35mm - R: Lothar Lambert / Wolfram Zobus - K: Lothar Lambert - mit Conrad Jennings, Evelyn Künneke, Rainer Werner Fassbinder, Brigitte Mira, Ingrid Caven, Ortrud Beginnen
„1 Berlin-Harlem“ läuft, „...weil er wegen seiner ‚Schamlosigkeit’ oft angegriffen wurde – zum Beispiel Aufführungsverbot während meiner ersten Gesamt-Retro auf dem Festival of Festivals, Toronto 1982. Und weil er dennoch in die legendäre Sammlung des Museums of Modern Art in New York aufgenommen wurde.“ (LoLa) Siehe auch: www.lotharlambert.com


28./29.07. um 22.00 Uhr:
Lambert’s Personal Best zum 65.!
Die Alptraumfrau
BRD 1980 – 86 Minuten - R: Lothar Lambert - M: Brutto/Netto - mit Ulrike S., Dagmar Beiersdorf, Robert Cutts, Hans Marquardt, Lotti Huber
„Die Alptraumfrau“ läuft, „...weil er für mich und Ulrike S. in der Titelrolle den Durchbruch zu internationaler Anerkennung bedeutete und zugleich mein einziger kommerzieller Erfolg war. Fast ein Jahr lang konnte ich mich über Zuschauerschlangen vor dem kleinen Kudamm-Kino ‚Studio’ am Adenauerplatz freuen – der ehemalige Betreiber schuldet mir bis heute allerdings noch einen Großteil der Einnahmen.“ (LoLa) Siehe auch: www.lotharlambert.com

 

 
   

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